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Warum du und dein Projekt unperfekt sein dürfen

unperfekt

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.
Henry Ford

Lesezeit: 4 Minuten

Gehörst du zu den Menschen, die von Anfang an alles perfekt haben wollen? Bloß keine Fehler machen? Ich glaube, damit bist du definitiv nicht allein. Ich gehöre auch ganz gerne mal zu den Menschen, die es perfekt haben wollen. Damit sitzen zumindest wir beide schon mal in einem Boot.

Nachdem wir das geklärt haben, möchte ich dir einen kleinen Anstoß geben, warum es eben nicht perfekt sein muss. Warum du nicht perfekt sein brauchst, und dein Projekt auch nicht. Ihr beide könnt nämlich wachsen an dem Unperfekt-Sein. Ich weiß, das ist erst einmal ziemlich schwer einzusehen.

Das ständige Vergleichen

Wahrscheinlich wäre das gar nicht so schlimm, wenn du nicht diesen ständigen Vergleich heute hättest. Mein Projekt zum Beispiel ist dieser Blog hier. Aber vor mir haben schon so viele Menschen angefangen mit bloggen, und es gibt so wahnsinnig große und gute Blogs! Wie soll ich da jemals mithalten können?

Ganz einfach: Gar nicht. Ich mache mein eigenes Ding, ich mache es auf meine Art. Mit meiner eigenen, unperfekten Art. Zumindest einen Leser habe ich ja bekommen … Dich 😉

Soll heißen, wahrscheinlich fällt dir deine scheinbar unperfekte Art besonders durch das ständige Vergleichen auf. Das ist gar nicht so schlimm, wie du vielleicht denkst. Es wird immer Menschen geben, die etwas besser können als du. Aber glaube mir: Sie haben genauso unperfekt angefangen wie du und sie sind auch heute noch unperfekt. Viele von ihnen haben nur mittlerweile ein Team, bei dem mehrere Menschen über die jeweiligen Projekte, Darstellungsweisen etc. beraten. Nur deshalb können sie so perfekt auftreten, wie sie es scheinbar tun.

Komme ins Handeln

Wichtig ist, dass du trotzdem ins Handeln kommst. Denn wenn du den Anspruch hast, von Anfang an perfekt zu sein oder etwas perfekt zu machen, naja, wie sollst du dann jemals ins Handeln kommen? Dann könnte ja jeder Schritt, den du machst, unperfekt sein.

Aber der größte Fehler, den du machen kannst, ist nicht ins Handeln zu kommen. Eben nicht Fehler zu machen und aus ihnen zu lernen. Dann kannst du nicht wachsen. Dann kannst du den Hunger nicht erleben, besser werden zu wollen. Die wohlige Befriedigung, wenn du deine Aufgabe erledigt hast. Und die Freude, wenn endlich etwas richtig gut geklappt hat!

Wachse an deinen Herausforderungen

Vielleicht kannst du dich noch erinnern, wie du Fahrradfahren gelernt hast. Das war am Anfang auch ziemlich ziemlich unperfekt, oder? Und hast du Hilfe gebraucht, damit du besser werden konntest? Heute ist Fahrradfahren für dich eine Selbstverständlichkeit. Aber das konnte es nur werden, weil du unperfekt angefangen hast. Und an der Herausforderung gewachsen bist.

Schließlich haben dir Papa, Mama oder deine Oma und Opa beim Fahrradfahren geholfen, oder? So lange, bis du es selbst irgendwann konntest. Du darfst deshalb sehr gerne Hilfe annehmen.

Aber bitte echte Hilfe, die du auswählst. Schaue dir nur von anderen ab, was du dir abschauen willst. Höre dir gerne viele verschiedene Meinungen an und wähle dann selbst für dich aus: Was passt zu mir? Was kann ich leisten? Wie kann ich oder mein Projekt wachsen, sodass es immer noch meins ist?

Der perfekte Kurs ist Illusion

Weder du noch dein Projekt müssen perfekt sein. Eine wunderbare Inspiration vom myMonk-Podcast: Du kannst niemals auf dem perfekten Kurs sein. Ein perfekter Kurs ist Illusion. Es sind ständige, unentbehrliche Korrekturen vonnöten, damit du am Ziel ankommen kannst. Das ist normal. Das ist okay. Das gehört dazu.

Ein Flugzeug ist auch niemals auf dem perfekten Kurs. Der Autopilot korrigiert JEDEN EINZELNEN MOMENT. Und wir sprechen hier von einem Flugzeug. Das transportiert in der Regel mehrere 100 Menschen, die sich auf die Maschine verlassen. Und in der Regel kommen die Menschen auch sicher am Ziel an. Trotz eines ständig korrigierten Kurses.

Möchtest du dich nach diesem Wissen jetzt noch in ein Flugzeug setzen? Ich hoffe. Denn das Korrigieren gehört zum Leben dazu. Du machst, du lernst. Du machst, du lernst. Nur dadurch kannst du vorwärtskommen und besser werden. Denke daran: Auch die anderen sind erst dadurch besser geworden, dass sie immer wieder ausprobiert und korrigiert haben.

Menschen schätzen Authentizität und Sympathie

Die Menschen werden auch anfangen, deine unperfekte Art zu schätzen. Wenn sie etwas Perfektes haben wollen, können sie sich an einen Roboter wenden (der wahrscheinlich auch mal an der ein oder anderen Stelle spinnt). Du aber verbreitest Authentizität und Sympathie! Und das ist mehr Wert als Perfektion. Das nämlich wird zu deiner eigenen Marke, mit der du irgendwann vielleicht ebenfalls ein Team haben wirst, das dich in der scheinbar perfekten Entscheidung unterstützt.

Perfektion kann nämlich auch ganz schön angsteinflößend sein. Deshalb lassen zum Beispiel Profis auch gerne mal den ein oder anderen Versprecher in einem Video oder Podcast. Damit unterstreichen sie ihre unperfekte Menschlichkeit. Klingt beruhigend, oder?

Lass dich nicht verrückt machen

Und lass dich nicht verrückt machen. Viele Menschen werden ihren Senf dazugeben, was du tun und was du lassen sollst. Sie werden dir vielleicht auch mal das Gefühl geben, nicht gut genug zu sein. Lass sie reden. Mach dein Ding. Sammle deine eigenen Erfahrungen und filtere die Meinung anderer Leute. Leute reden gerne und viel zu ihrem eigenen Vorteil. Hinterfrage das und bilde dir selbst deine Meinung.

Ich habe mich zum Beispiel darüber informiert, wie ich gute Blogartikel schreibe. Teilweise sind die Meinungen, die ich mir einholen konnte, total GEGENSÄTZLICH zueinander. Und jetzt? Haben beide recht? Hat keiner recht? Mir bleibt jetzt wohl nichts anderes übrig, als mir meine eigene Meinung zu bilden und für mich selbst Erfahrungen zu sammeln. Würde ich das nicht tun, könnte ich keinen einzigen Blogartikel mehr schreiben. Denn wie, wenn ich versuche, zwei gegensätzliche Muster zu befolgen?

Auch Fußballer schießen unperfekt

Genauso wird es dir auch gehen, wenn du stärker in dein Projekt reingehst. Und das gehört auch irgendwie zum Leben dazu. Es geht darum, dass du deine eigenen Methoden entwickelst. Das schaffst du nur, wenn du unperfekt bist und bleibst. Perfektion ist irgendein Blödsinn. Sogar große Fußballer machen irgendwann mal einen Schuss im Spiel, der an die Latte oder ins Aus geht.

Natürlich kannst du perfekter” werden. Aber eben nur durch Übung, Übung, Übung, ach ja, und Übung. Mach dir deshalb nicht so einen Kopf. Fehler und Unperfektion gehören zum Leben dazu. Halte einfach die Augen offen nach dem, was du noch lernen kannst. Dann, denke ich, machst du schon alles richtig.


Fange unperfekt an und entwickle dann deine eigenen Methoden und Wahrheiten. Mach es auf deine Art und versuche, dich nicht mit anderen zu vergleichen. Das wird dir nichts bringen außer Ängsten und Zweifeln. Starte jetzt! Was soll dich noch aufhalten? Du hast keine Ausrede mehr, nicht ins Handeln zu kommen. Ich drücke dir die Daumen und wünsche dir von Herzen alles Gute!

Herzlichst, deine Sabrina

Was fällt dir denn noch ein, wie du Unperfektionismus besser akzeptieren kannst? Bist du selbst stark davon betroffen, dass du immer alles perfekt haben möchtest? Schreib es gerne in die Kommentare, ich freue mich!

Trotzdem noch nicht so ganz überzeugt? Hier findest du 15 Ideen, wie du besser mit deinen Selbstzweifeln umgehen kannst!

Oder du möchtest jetzt richtig loslegen? Hier eine Anleitung, wie du effizient arbeiten kannst.

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