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Warum du unbedingt mal Yoga ausprobieren solltest

Yoga

Lesezeit: 5 Minuten

Juhu! Ich freue mich schon mal, wenn du auf diesen Beitrag geklickt hast. Denn ja, ich weiß, Yoga wird viele Klischees hinterhergetragen: Gar kein richtiger Sport, langweilig, nur was für Frauen. Das alles finde ich persönlich nicht gerechtfertigt. Yoga ist anstrengend und für mich damit ein Sport. Und das Tolle an Yoga ist, dass es nicht nur deinen Körper, sondern auch deinen Geist beschäftigt und zugleich befreit. Und auch die männlichen Wesen können super gerne mal über ihren Schatten springen und Yoga ausprobieren 😉

Aber warum ist Yoga eigentlich so cool? Warum solltest du es unbedingt mal ausprobieren, egal ob Frau oder Mann? Warum ist es ganz und gar nicht langweilig, sondern anstrengend und entspannend zugleich? Und nebenbei auch noch gut für dein seelisches Befinden und deine Leistung im Alltag?

1. Dehnung und Kraft zugleich = ein Schritt gespart

Fangen wir mal mit dem ersten großen Klischee an: Es sei kein Sport. Tatsächlich tut es deinem Körper wahnsinnig gut, weil es Kraft und Dehnung miteinander verbindet. Damit sparst du dir den zusätzlichen Schritt, dich nach dem Sport noch zu dehnen. Dabei bleibt es sehr abwechslungsreich und enthält Haltungen, die du normalerweise nicht in deinen Alltag einbindest. Und das ist für deinen Körper eine einzige Wohltat, weil er gerne Abwechslung mag. Was kannst du dir mehr von einer „nicht-sportlichen Tätigkeit“ wünschen? Das heißt, nicht nur immer die Hanteln drücken, sondern gerne auch mal den Schritt auf die Matte wagen und dann beurteilen 😉

2. Beanspruchte Tiefenmuskulatur

Zweitens beansprucht Yoga deine Tiefenmuskulatur. An uns Frauen: Dadurch kriegen wir z.B. gute Beckenbodenmuskeln, die nebenbei auch noch für ganz andere Dinge wirklich gut taugen … Das Schöne, wie ich finde, ist die krasse Anspannung in einer Haltung. Und dann, wenn du die Haltung auflöst, bist du trotzdem nicht wahnsinnig erschöpft danach, sondern kannst weitermachen. Das empfinde ich persönlich als ziemlich angenehm: Du spürst, dass du „was getan hast“ – aber trotzdem hängst du nicht wie ein triefender Lappen auf deiner Matte und kannst dich keinen Millimeter mehr rühren.

3. Arbeit mit deinem eigenen Gewicht

Vielleicht liegt das daran, weil du mit deinem eigenen Körpergewicht arbeitest. Und wenn du nicht mehr kannst, dann sagt der Körper „Schluss jetzt!“, ohne dass du dir zu viel Gewicht aufladen kannst. Das beugt Verletzungen vor. Natürlich bist du bei keinem Sport vor Verletzungen 100-prozentig geschützt, aber zumindest kannst du dich selbst nicht so schnell mit zu viel künstlichem Gewicht vollklatschen. Aber ja, auch beim Yoga ausprobieren kann man zusammenbrechen … Weiß ich natürlich von einem Freund 😉

4. Körperliche Unterstützung

Sport – oder Yoga als „Nicht-Sport“ 😉 – verbessert übrigens ganz nebenbei auch deine Körperhaltung. Es stärkt nämlich deine Muskeln und durch die Dehnungen werden z.B. deine Hüftbeuger aufgedehnt, die gerne mal vom vielen Sitzen verkürzen. Dadurch, dass es in die Tiefenmuskulatur geht, werden auch deine Faszien, dein Bindegewebe gestärkt. Das kann z.B. sehr hilfreich bei deiner Genese nach einer Operation sein. Hinzu kommt, dass es im Alltag deinen Stoffwechsel antreibt.

5. Gesunde Optik

Yoga widerspricht dem Trend von aufgepumpten Oberarmen und Ärschen (sorry für die Derbheit). Yoga vermittelt dagegen eine in meinen Augen gesunde, agile Optik. Viele wollen heutzutage überdimensionierte Maskulinität oder überdimensionierte vasenartige weibliche Kurven. Das ist okay. Aber ich glaube, eine wirklich nachhaltige Weise für gesunde Bewegung bringt auch einen gesunden, naturnahen (nicht natürlichen, darüber lässt sich durchaus streiten!) Körper hervor.

6. Für jede Altersklasse und Fitness geeignet

Das Tolle an Yoga ist, dass einfach jeder mitmachen kann. Egal ob klein oder groß, jung oder alt, dick oder dünn. Das ist in anderen Sportarten, z.B. dem Turnen, weniger machbar. Yoga dagegen lädt jeden ein, weil es zig unterschiedliche Schwierigkeitsstufen gibt. Damit wird es eben auch nie langweilig, zu „hart“ oder zu wenig herausfordernd. Es ist körperschonend und belastet somit z.B. weniger die Bandscheiben als beim Joggen.

7. Keine bis wenig Hilfsmittel

Absoluter Vorteil für Yoga ist auch: Du brauchst so gut wie keine Hilfsmittel. Damit sparst du jede Menge Geld. Damit wird dir beim Yoga ausprobieren nichts im Wege stehen 😉 Denn bequeme Kleidung wirst du mit Sicherheit zuhause haben. Das Maximale ist eine Matte, die du entweder schon hast oder für wenig Geld im Discounter, Outlet oder, wenn’s hoch kommt, Sportladen kaufen kannst. Alle sonstigen Hilfsmittel kannst du dir, wenn du Lust hast und voll dabei bist, später anschaffen – ist aber kein Muss.

8. Yoga ausprobieren kostet nix

Apropos wenig Geld: Natürlich kannst du dir einen super teuren Privatcoaching-Kurs buchen. Oder du nimmst einfach am Yoga-Kurs deines Fitnessstudios teil. Wenn du kein Fitnessstudio-Mitglied bist oder es keinen Kurs anbietet, kann ich dir von ganzem Herzen Mady Morrisons Youtube-Channel empfehlen: Perfekt zum Yoga ausprobieren, aber auch langfristig super! Ich mache seit über einem Jahr Yoga mit Mady und es macht wahnsinnig viel Spaß. Die Haltungen sind außergewöhnlich gut erklärt, sodass du nicht mal hinzuschauen brauchst. Außerdem kreiert sie gerade in ihren neueren Videos eine super angenehme Atmosphäre.

9. Wirkt auch da, wo du es erst nicht merkst

Yoga wirkt aber auch an Stellen, die dir vielleicht am Anfang gar nicht so auffallen. Durch die tiefe, bewusste Atmung schickst du mehr Sauerstoff in dein Gehirn. Logischerweise kannst du dadurch z.B. besser arbeiten. Die Atmung verbessert aber auch deine Lungenkapazität. Darüber hinaus lernst du, mit deiner Atmung ganz neu umzugehen: Z.B. länger auszuatmen, als du einatmest. Du fängst bald an, auch fernab deiner Matte bewusster zu atmen und dich darüber stärker zu erden. Denn die bewusste Atmung führt dazu, dass du entspannter bist.

10. Körper und Seele erden

Yoga widmet sich eben nicht nur deinem Körper, sondern auch deiner Seele. Mich zumindest erdet es enorm. Manchmal so stark, dass ich geradezu „bekifft“ aus meinem Yoga-Programm rausgehe. Also, wenn du dir mal eine Tüte sparen willst: Probier’ Yoga! Vielleicht wirkt es ja genauso entspannend auf dich wie auf mich. Und zusätzlich wirst du kontrollierter und entspannter und stärkst somit dein Selbstbewusstsein.

11. Mauern niederreißen

Zugegeben erfordert Yoga ausprobieren an der ein oder anderen Stelle auch ein bisschen Mut. Es ist eben auch dafür da, dass du mit dir selbst in Kontakt trittst. Dass du dich spürst, körperlich und seelisch. Deshalb kann es am Anfang etwas schwierig sein, wirklich loszulassen und sich einzulassen. Aber ich kann verraten, dass es sich lohnt. Es wird dich dir selbst näherbringen, sodass du auch besser deine Bedürfnisse erkennen kannst. Es lehrt dich Achtsamkeit. Und das ganz ohne viel Zutun.

12. Yoga ist überall

Viele Übungen, die du in Sport- und Dehnungs-Apps findest, sind Yoga-Übungen. Selbstverständlich beeinflussen sich „Nicht-Yoga-Übungen“ und Yoga gegenseitig und verschmelzen miteinander. Mir hat z.B. mal jemand erzählt, dass viele heutige Yoga-Übungen aus dem Bodybuilding stammen. Woher was jetzt kommt, lässt sich wahrscheinlich gar nicht mehr zurückverfolgen. Selbst wenn du es noch ablehnst: Wahrscheinlich hast du es schon mal ausprobiert und als gut erachtet, weil du nicht wusstest, dass es Yoga ist. Das Yoga-Siegel ist eben nur ein Siegel. Aber die Wirkung lässt nicht nach, auch wenn das jahrtausendalte Siegel nicht draufklebt.

13. Jahrtausendalte Tradition

Ich will mich jetzt nicht darauf ausruhen, dass eine jahrtausendalte Tradition angeblich Qualität bedeutet. Frauen wurden auch tausende Jahre unterdrückt, und obwohl es eine Funktion erfüllt hat, war das noch lange nicht gut und richtig. Dennoch glaube ich, dass Yoga-Einflüsse ganz viel Wissen in sich tragen. Auch Wissen von einer Welt, die eben noch nicht globalisiert und damit weitestgehend vereinheitlicht und rationalisiert wurde. Deshalb darfst du ruhig mal hinhören, was die Yoga-Traditionen zu sagen haben. Und darfst dann selbst entscheiden, ob sie dir gefallen oder nicht.


Wie du siehst, hat Yoga jede Menge toller Vorteile: Von Körper und Geist, die sich auch über deine Yogapraxis hinaus auswirken. Besonders gut finde ich am Yoga, dass du dafür so wenig brauchst und es damit ganz unkompliziert in deinen Alltag einbinden kannst. Und es geht für mich nichts über dieses herrliche, erdende Gefühl, dass ich dabei und danach habe. Deshalb empfehle ich dir dringend: Trau dich! Wenn es dir nicht gefällt, ist das natürlich auch völlig okay. Aber einmal Yoga ausprobieren kannst du allemal.

Ich wünsche dir ganz viel Spaß dabei!

Herzlich, deine Sabrina

Und? Bist du jetzt neugierig, es auch mal auszuprobieren? Oder hast du vielleicht schon Erfahrungen mit Yoga gemacht? Wie ist deine Meinung zu Yoga? Und welchen Sport würdest du darüber hinaus empfehlen? Schreib es gerne in die Kommentare, ich freue mich!

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