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Selbstversuch geführte Meditationen: Was ich aus dem Scheitern ziehe

geführte Meditationen

Lesezeit: 3 Minuten

Ich habe mir vorgenommen, einen Selbstversuch zu starten: 3 Wochen lang wollte ich jeden Tag verschiedene geführte Meditationen ausprobieren. Es sollte ein Experiment für mich werden, weil Meditation von allen möglichen Persönlichkeitstrainern ja sehr gepriesen wird. Und ich dachte, das tut mir gut. Sie sollten mich weiterbringen. Und dann habe ich mal einen Selbstversuch, den ich ausprobieren und an dem ich dich teilhaben lassen kann.

Selbstversuch abgebrochen

Tatsächlich ist es aber so, dass ich diese 3 Wochen nicht durchgehalten habe. Ich habe am Anfang versucht, mich an diese 3 Wochen zu klammern. Und mir erhofft, dass ich danach „erleuchtet“, „ein besserer Mensch“ bin. Ein Mensch, der noch stärker mit sich selbst in Kontakt ist.

Das ist mir leider nicht geglückt. Ich habe diese Meditationsreihe nach etwas mehr als einer Woche abgebrochen. Aber nicht aus mangelnder Disziplin. Ich habe mich schon immer hingesetzt oder hingelegt und mir pflichtbewusst eine geführte Meditation angehört.

Aber nach ein paar Tagen ist mir dann aufgefallen, dass mich die Meditationen nicht mehr wirklich erreicht haben. Dass ich nicht mehr in die Ruhe kam. Dass ich mich nicht mehr auf die Meditationen einlassen konnte, weil meine Gedanken beispielsweise ganz woanders waren. Und daraufhin habe ich die jeweilige Meditation abgebrochen und am nächsten Tag nochmal versucht. Und auch das ist leider gescheitert.

Was kann ich dir mitgeben?

Erst dachte ich: Das kann ich doch jetzt nicht machen! Ich betreibe doch einen Persönlichkeitsblog. Da muss ich doch ein Fan von Meditation sein. Das muss doch auch zu mir passen! Ich muss meinen Leser*innen doch etwas davon mitgeben können.

Erst nach und nach kam der Gedanke: Ja, vielleicht kann ich ihnen auch einfach etwas anderes mitgeben, als dass, was von mir erwartet wird. Und zwar, dass nicht immer alles, was dir von außen auferlegt wird, zu dir passen muss. Sondern dass du selbst für dich entscheidest, was zu dir passt – und was nicht zu dir passt.

Geführte Meditationen nur mit Anlass

Ich möchte dazu stehen, auch wenn es erst einmal ungewöhnlich klingt: Verschiedene geführte Meditationen bringen bei mir nichts, wenn ich keinen richtigen Anlass hab. Früher nämlich habe ich schon einmal so ein Experiment gestartet, allerdings mit einer einzigen Meditation und einem konkreten Ziel vor Augen. Es war eine Meditation, um zu mir selbst zu finden, um zu meiner eigenen Kraft zu finden und Vertrauen in die Welt zu setzen. Damals habe ich diese Meditation auch für 3 Wochen täglich durchgezogen.

Ich habe mich auch danach immer wieder an die Inhalte dieser Meditation erinnert. Und sie begleiten mich auch heute noch. Aber jetzt, ohne Halt und Verstand Meditationen durchzuführen, ist mir nicht geglückt. Und ich denke, dazu kann ich stehen. Denn es zeigt mir, dass eben nicht immer alles funktioniert, was scheinbar funktionieren muss. Und das ist vollkommen okay.

Ich weiß, dass ich auf andere Arten mit mir in Kontakt treten und zur Ruhe finden kann. Und ich diese Meditationen gerade nicht annehmen kann, aber sie dann in diesem Moment auch einfach nicht das Richtige für mich sind.

Handle eigenverantwortlich und stehe dazu

Dieses eigenverantwortliche Denken möchte ich dir mitgeben. Denn vielleicht hast du auch schon mal Meditationen ausprobiert und irgendwie schien es nicht das Wahre für dich zu sein. Du hast es nicht so richtig gefühlt, konntest dich vielleicht nicht so richtig darauf konzentrieren. Oder du hast verschiedene Stile ausprobiert und der eine funktioniert für dich, während der andere gar nicht geht.

Ich möchte dich darin bestärken, dass du selbst für dich, ganz eigenverantwortlich entscheidest, was du machen möchtest und wie du es machen möchtest. Und ob dir das was bringt oder ob du dir nur aufzwingst, dass es was bringen muss. Weil es ja angeblich bei jedem was bringt. Dich „zu einem besseren Menschen macht“.

Ich glaube nicht, dass das der Fall ist. Ich glaube, wir sollten lernen, ehrlicher zu uns selbst und zu anderen zu sein. Zu uns selbst und unseren Bedürfnissen zu stehen. Und zu sagen: Hey, das funktioniert für mich nicht. Es ist wunderbar, wenn es für dich funktioniert, aber für mich nicht. Das ist meine Botschaft mit diesem gescheiterten Selbstversuch an dich.

Herzlich und alles Gute dir, Sabrina

Ich finde es super spannend, zu hören, wie du darüber denkst. Hast du so was vielleicht auch schon mal ausprobiert? Hast du damit vielleicht ganz andere Erfahrungen gemacht? Oder fühlst du dich vielleicht jetzt sogar etwas erleichtert, weil du denkst: „Woah ja, das habe ich eigentlich auch immer gefühlt! Aber das kann ich ja jetzt so nicht sagen“. Lass es mich gerne wissen, schreib’s in die Kommentare. Ich freue mich mega von dir zu hören!

Falls du dennoch mal verschiedene geführte Meditationen ausprobieren möchtest, empfehle ich dir diese Meditationsreihe.

Du möchest mehr darüber lesen, wie du stärker zu dir stehen kannst? Hier geht es darum, warum du nicht perfekt zu sein brauchst.

Oder möchtest du mehr über mich erfahren? Hier erfährst du meine Geschichte, wie ich zu diesem Blog gekommen bin.

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