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Selbstbewusster werden mit diesen 17 Regeln!

Selbstbewusster werden

Lesezeit: 8 Minuten

Hast du schon mal eine Person in den Raum kommen sehen und gedacht „Boah, hat die eine hammer Ausstrahlung!“ Aber als du dir die Person genauer angesehen hast, fiel dir auf, dass sie eigentlich gar nicht so perfekt ist?

Dass sie gar nicht den gängigen Schönheitsidealen entspricht? Nicht überdimensional intelligent ist? Nicht so charmant, dass sie jeden um den Finger wickeln kann? Und trotzdem hat sie eine Ausstrahlung, die dich vom Hocker reißt.

Diese Ausstrahlung bestand zu mindestens 95 Prozent aus Selbstbewusstsein. Und sie ist unabhängig von Aussehen, Intelligenz, Charme, Talent und all den anderen Dingen, an denen du jeden Tag so hart arbeitest. Damit du eines Tages auch selbstbewusst wirst.

Das Problem an der Sache: Du und auch niemand anderes wird jemals perfekt sein. Das heißt, an dieser Stelle darfst du dich von dem Gedanken verabschieden, jemals fehlerfrei zu sein. Deine Macken alle loszuwerden. Hübscher, intelligenter, sportlicher und was weiß ich noch zu werden. Ach ja, und der Bauch soll auch noch weg?

Mach Schluss mit diesen Gedanken! Selbstbewusstsein heißt nicht, perfekt zu sein. Sondern dich so anzunehmen, wie du bist. Dir deiner Stärken, aber auch deiner Schwächen bewusst zu sein und zu ihnen zu stehen.

Ich möchte dir hier deshalb ein paar Regeln zur Verfügung stellen, mit denen du dein Selbstbewusstsein trainieren kannst. Ein bisschen wie einen Muskel.

Bei beiden gilt: Bleib dran! Ein Muskel wächst nicht über Nacht. Und auch dein Selbstbewusstsein will regelmäßig gepusht werden, um eines Tages groß und stark zu sein. Halte dich an die Regeln, dann klappt das!

Selbstbewusstseinsregel Nr. 1: Du bist die wichtigste Person

Selbstbewusstsein ist immer eng mit dem Kontakt zu dir selbst verknüpft. Wahrscheinlich hast du aber gelernt, dich selbst zurückzustellen. „Eigenlob stinkt!“ oder „Nimm dich mal nicht so ernst!“ sind nur zwei Beispiele.

Du hast vergessen, dass du, und nur du ganz allein, die wichtigste Person in deinem Leben bist. Niemand, absolut niemand verbringt 24h/7 Tage die Woche mit dir. Du bist die wichtigste Person in deinem Leben!

Sobald du das weißt, erkennst du, dass du zu deinem besten Freund werden darfst. Der dich unterstützt, statt runtermacht. Werde die wichtigste Person in deinem Leben. Werde dein bester Freund.

2. Selbstbewusster werden und weiter im Leben kommen

Selbstbewusste Menschen kommen einfach weiter im Leben. Sie werden akzeptiert. Ein selbstbewusster Mensch wird z.B. viel seltener überfallen als ein unsicherer. Ein selbstbewusster Mensch tritt auf den Drängler an der Kasse zu und fordert sein Recht. Ein selbstbewusster Mensch strahlt Stabilität aus, was anziehend auf andere wirkt.

Er richtet sein Leben nach seinen eigenen Bedürfnissen aus. Das heißt, er lebt sein Leben, anstatt gelebt zu werden. Und eines Tages im Sterbebett kann er die Welt friedlicher als die Menschen verlassen, die es immer allen anderen rechtmachen wollten. Werde genauso glücklich und erfolgreich!

3. Selbstbewusster und ein besserer Mensch

Das Ganze hat übrigens einen positiven Nebeneffekt: Selbstbewusste Menschen haben es nicht nötig, neidisch zu sein oder andere niederzumachen. Denn wer andere niedermacht, der hat ein Problem mit sich selbst und nicht mit den anderen.

Das heißt für dich: Sei selbstbewusst. Auch für dein Umfeld. Vielleicht wirst du eines Tages die Person sein, die in den Raum kommt und bei der andere denken: Hammer-Ausstrahlung!

Aber solange du dich krampfhaft daran festhältst, so sein zu wollen, wird das nicht passieren. Selbstbewusstsein heißt nämlich: Akzeptieren und lieben lernen, was ist.

4. Selbstbewusster werden: Sei einfach du selbst

Selbstbewusstsein heißt gerade nicht, dass du auf irgendeine Art zu sein hast. Weder Frau noch Mann muss gegen sich selbst „kämpfen“ oder „hart“ sein.

Frauen dürfen z.B. sagen, wenn sie Periodenschmerzen haben, und Männer dürfen dazu stehen, wenn sie sich die Augenbrauen zupfen. Und auch Introvertierte müssen nicht plötzlich zu Extrovertierten werden. Sie dürfen ihr stilleres Wesen genauso annehmen wie die, die vielleicht manchmal eine etwas zu große Klappe haben.

Selbstbewusstsein bedeutet, dass du dich annimmst und auch deine Schwächen liebevoll anerkennst.

5. Schluss mit Rummäkeln!

Wenn du dich aber andauernd selbst kleinhältst und niederredest, schlägt sich das in deiner Ausstrahlung und im Umgang mit anderen Menschen nieder.

Niemandem – erst recht nicht dir! – ist geholfen, wenn du dich selbst fertig machst, an dir rummäkelst und total unzufrieden mit dir bist. Vergiss das kleine Bäuchlein oder deine Tollpatschigkeit! Wie du dir wirklich hilfst? Wenn du dich selbst akzeptierst, wie du bist! Stolz auf dich bist!

6. Denke positiv von dir

Die logische Schlussfolgerung ist, selbstbewusst von dir zu denken. Das heißt, wann immer deine Gedanken wieder ins Negative verfallen – du an dir rummäkelst, der Bauch wieder zu dick erscheint oder du dich angeblich falsch im Gespräch verhalten hast – fängst du diese Gedanken ein.

Du nimmst sie wahr und überlegst: „Bringt mich das jetzt wirklich weiter, so von mir zu denken? Oder möchte ich mich nicht lieber so annehmen, wie ich bin, und davon viel mehr profitieren? Es bringt mir überhaupt nichts, mich selbst runterzumachen! Ich denke jetzt positiv von mir und strahle das auch aus.“

7. Tu so, als wärst du selbstbewusst

Ein super Schritt, um selbstbewusster zu werden: Tu so, als wärst du selbstbewusst. Das heißt nicht, dass du dich verstellen sollst. Aber du kannst dich groß machen. Den Leuten in die Augen sehen, auch wenn es dich Überwindung kostet. Kraft in deine Stimme legen.

Körper und Kopf funktionieren nämlich zusammen. Das heißt, wenn du eine selbstbewusste Körpersprache einnimmst, werden die entsprechenden Signale an deinen Kopf gesandt. Der denkt sich dann „Oh, ich bin ja plötzlich selbstbewusst!“ und wird entsprechende Gedanken aussenden, die wiederum deine selbstbewusste Körpersprache festigen.

8. Hör mit dem ständigen Vergleichen auf

Der Killer jeden Glückes: Ständiges Vergleichen. Zwar liegt der Vergleich von Natur aus in dir. Er ist biologisch eingebaut, um herauszufinden, wie gut deine Fortpflanzungschancen sind.

Aber du lebst mittlerweile in einer Gesellschaft mit Gefühlen und Verstand, wo ein Vergleich manchmal ziemlich ätzend ist. Vor allem, weil er meistens unreflektiert ausfällt. Das heißt, du vergleichst dich oftmals mit Leuten, die eine ganz andere Ausgangsposition haben als du.

Hör auf damit! Bleib bei dir. Vergleiche dich mit dir selbst. Was hast du heute besser als gestern gemacht? Wo bist du vorwärts gekommen? Das sind realistische Vergleiche, die zugleich dein Selbstbewusstsein stärken.

9. Mehr Fehler machen = weniger Fehler machen

Das führt uns zur nächsten Erkenntnis. Und zwar hilft dir Selbstbewusstsein, fehlerfreier zu sein. Denn wenn du unsicher bist, passieren dir automatisch mehr Fehler.

Das heißt nicht, dass du jetzt krampfhaft versuchen sollst, Fehler zu vermeiden. Im Gegenteil: Wenn es okay für dich ist, auch mal nicht perfekt zu sein, dann profitierst du viel mehr davon.

Außerdem sind Fehler genau das, was dich voranbringt. Menschen sind nicht selbstbewusst, weil sie nie Fehler gemacht haben. Sondern weil sie wieder aufgestanden sind und weitergemacht haben. Und das schaffst du auch!

10. Dreh dein kritisches Hinterfragen runter!

Hinterfragen in allen Ehren, aber bitte nicht übertreiben. Damit machst du dich nur kaputt. Während du z.B. stundenlang über eine Situation nachdenkst, in der du dich nach deinem Empfinden hättest besser verhalten können, hat die andere Person sie schon längst wieder vergessen.

Oder wundert sich maximal ein bisschen über dich, aber sie wird dir wahrscheinlich – und da lehne ich mich jetzt aus dem Fenster – nicht den Kopf abreißen. Deshalb denk weniger darüber nach, was sein könnte.

Und selbst, wenn eine Situation wirklich mal richtig doof war: Wir alle machen Fehler. Das ist kein Weltuntergang.

11. Komfortzone verlassen und Erfahrungen sammeln

Eine weitere wunderbare Regel: Sammle mehr Erfahrungen. Speziell Erfahrungen, die dich aus deiner Komfortzone werfen.

Du kannst z.B. einen Vortrag halten. Dich komisch anziehen und damit in die Stadt gehen. Einen Liebesbrief schreiben. Oder einfach nur kalt duschen.

Aber bedenke: Die wirklich entscheidenden Situationen passieren, wenn du sie nicht planst. Deshalb sei zugänglich für neue Herausforderungen. Verkrieche dich nicht den ganzen Tag zuhause, sondern geh mal raus. Erleb’ was! Lesen ist schön und gut, aber davon allein ist noch nie jemand selbstbewusster geworden.

12. Selbstbewusster werden und Konflikte überstehen

Dieser Punkt ist zugegeben nicht ganz ohne. Und er gehört zu den wenigen Dingen, die du nicht selbst in der Hand hast: Selbstbewusste Menschen haben oft schon viel Kritik eingesteckt. Konflikte ausgetragen.

Allerdings kannst du jetzt nicht jeden für dein Selbstbewusstseinsprojekt anmotzen. Hier heißt es: Warten, bis eine solche Situation kommt. Und wenn sie da ist, dich nicht verrückt machen.

Konflikte sind immer unangenehm. Aber es wird deshalb nicht die Welt untergehen. Meistens passiert nämlich genau: Nichts. Nur, dass dich eben eine einzige Person auf dem Planeten nicht mehr so mag wie vorher. Und das, davon bin ich überzeugt, wirst du verkraften.

13. Selbstbewusster werden: Lerne dich selbst kennen

Im Wort steckt es schon: Selbstbewusstsein heißt, sich seiner Selbst bewusst zu sein. Es führt also kein Weg daran vorbei, dich selbst zu beobachten und kennenzulernen. „Ich kenn mich doch schon mein ganzes Leben?!“, denkst du dir jetzt vielleicht.

Ja und nein. Natürlich lebst du schon dein ganzes Leben mit dir. Aber weißt du, warum du in bestimmten Situationen reagierst, wie du es tust? Weißt du, was dir wirklich guttut? Wann du dich so richtig entspannen kannst? Und was löst bei dir eigentlich konkret schlechte Laune aus?

All dieser Dinge werden wir uns erst bewusst, wenn wir uns gezielt mit ihnen beschäftigen. Und für mehr Selbstbewusstsein ist genau das deine Aufgabe.

14. Blockaden und negative Glaubenssätze erkennen

Vielleicht hältst du dich aber auch klein, weil du glaubst, es müsste so sein. Nach deinem Empfinden bist du es nicht wert, dich groß und stark zu fühlen. Und so sehr ich dir auch sage, dass das Blödsinn ist, wirst du es nicht annehmen können.

Das nennt man „Blockade“ oder „negativen Glaubenssatz“. Es hält dich zurück, dein Potenzial zu sehen und herauszuholen. Hier weiterzukommen kann sehr viel Zeit, Liebe und Arbeit erfordern. Eine genaue Erklärung sprengt den Rahmen, aber vorerst möchte ich dich auf diesen Artikel verweisen.

Alternativ empfehle ich dir, dich an eine vertraute Person zu wenden und sie zu bitten, dich zu unterstützen. Ansonsten tut es auch eine gute Psychotherapie.

15. Umgib dich mit Menschen, die dich stärken

Das führt uns zur nächsten Regel: Dein Selbstbewusstsein hängt stark von deinem Umfeld ab. Natürlich ist es viel schwerer, stark und stolz zu sein, wenn du ständig runtergemacht wirst. Hingegen ist es viel einfacher, wenn du ein Umfeld findest, das dich stärkt und schätzt.

Hier ist ein Hobby sehr von Vorteil. Oder Familie und Freunde, die dich ernsthaft glücklich sehen wollen und dir den Rücken stärken. Wenn du aber schon länger viel in einem Umfeld steckst, das dich nicht zu schätzen weißt, solltest du vielleicht mal über einen Wechsel nachdenken. Ob Beruf oder Schule: Nichts ist in Stein gemeißelt. Du schaffst das!

16. Finde deine Leidenschaft

Apropos Hobby: Ein super Selbstbewusstseins-Kick! Finde etwas, das dir richtig Spaß macht und womit du gerne deine Zeit verbringst. Und worin du im besten Fall auch ganz gut wirst.

Ein Hobby hat viele Vorteile: Du schließt dich mit Menschen zusammen, die ähnlich ticken wie du. Du wirst Experte für etwas. Du verbringst deine Zeit mit etwas, das Dopamin und Serotonin bei dir auslöst, Hormone, die für’s Glücklichsein zuständig sind.

Es lohnt sich deshalb immer, nach einem Hobby zu suchen. Ganz besonders aber auf dem Weg zu mehr Selbstbewusstsein.

17. Persönlichkeitsentwicklung, damit du selbstbewusster werden kannst

Insgesamt ist es wichtig, dass du dich weiter mit dir und deinen Herausforderungen beschäftigst. Hierbei unterstützen dich Blogs wie diese, aber auch Youtube-Videos, Instagram-Accounts, Vorträge, und und und.

Alles zum Thema Mindset und Persönlichkeitsentwicklung bringt dich mit dir mehr in Kontakt. Du lernst aber auch ganz viel über andere Menschen. Diese Erfahrungen, die du dadurch sammelst, machen dich Stück für Stück selbstbewusster.


Vergiss aber nicht: Es kann ein langer Weg zum Selbstbewusstsein werden. Je nachdem, wo du startest, kann es Wochen oder sogar Jahre dauern. Außerdem gibt es niemals ein Ende.

Selbstbewusstsein zu entwickeln und zu halten wird dich niemals loslassen, weil das Leben dauerhaft neue Überraschungen und Herausforderungen für dich bereithält. Aber dadurch wird es ja schließlich auch nie langweilig, oder?

Wichtig ist, dass du bei dir selbst bleibst. Dich selbst und deine Bedürfnisse wichtig und ernst nimmst. Deine Gedanken in eine positive Richtung schubst, anstatt dich selbst schlechtzumachen.

Du brauchst kein anderer oder besserer Mensch werden, um selbstbewusst zu sein. Du beginnst einfach mit dem, was du jetzt hast. Das ist genug. Du bist genug. Ich wünsche mir, dass du das erkennst.

Herzlich, Sabrina

Wie fühlst du dich jetzt nach dem Lesen dieses Artikels? Mir persönlich helfen immer die Gedanken, dass es mir einfach nichts bringt, mich selbst kleinzuhalten. Ich erreiche einfach mehr im Leben, wenn ich es selbstbewusst anpacke und mich großmache. Das ist mein persönlicher Booster. Welcher ist deiner? Schreib es gerne in die Kommentare, ich freue mich!

Kampfsport ist übrigens auch eine ganz tolle Möglichkeit, um Selbstbewusstsein zu entwickeln. Schau mal hier vorbei!

Mit allen Stärken und Schwächen annehmen

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Beitragsfoto: Carolin Behnemann

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