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„Selbstliebe, Dankbarkeit, Meditation … Hilfe!“ Stressfrei mit Persönlichkeitsentwicklung anfangen

Persönlichkeitsentwicklung anfangen

Lesezeit: 5 Minuten

Wie schön, dass du da bist! Ich freue mich auf jeden Fall, dass du mit Persönlichkeitsentwicklung anfangen möchtest. Persönlichkeitsentwicklung bringt dir nämlich ein stärkeres Mindset, eine gesündere innere Haltung, innere Stabilität oder einfach mehr Ruhe in deinen Alltag. Ich glaube, dass es jedem von uns etwas bringt, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen.

Aber wie fängst du damit am besten an? Ich kenne das von mir selbst auch nur zu gut, dass ich mir vorgenommen habe, etwas in meinem Leben zu ändern … Naja, und jetzt? Wie zum Geier „änderst du denn was“?

Ich habe mir Videos und Texte von „Selbstliebe“, „Meditation“ und „Dankbarkeit“ angeschaut, und diese Begriffe und Haltungen kamen mir derart abstrakt und weltfern vor, dass ich sie für mich nicht annehmen konnte. Vielleicht geht es dir ganz genauso, und deshalb möchte ich dir ein paar Anregungen geben, wie du erste Schritte in eine starke innere Mitte setzt, ohne dich Hals über Kopf überfordert zu fühlen.

Was Persönlichkeitsentwicklung nicht ist

Und damit geht’s auch schon los. Und zwar möchte ich dir sehr ans Herz legen, dich stärker mit dir selbst zu beschäftigen. Es muss gar nicht allzu viel sein. Keine stundenlangen Meditationssitzungen, Yoga-Kurse oder Chakrenreinigungen.

Den ganzen Kram brauchst du meiner Meinung nach am Anfang gar nicht. Wenn du mit Persönlichkeitsentwicklung anfangen möchtest, ist es nämlich wichtig, dich selbst etwas besser kennenzulernen. Und das geht am besten mit Kleinigkeiten, mit denen du dein Gehirn einlädst, stressfrei neue Synapsen zu verknüpfen.

Was die Persönlichkeitsszene nämlich gerne macht, ist die Messlatte unendlich hoch zu hängen: Auf Instagram geht’s dann zum Beispiel darum, wer die spektakulärere Yogahaltung in der Karibik präsentiert (gut, ist schon eine Frage, wie viel das wirklich mit echter Persönlichkeitsentwicklung zu tun hat …).

Auf Youtube geht’s dann darum, wer wie dankbar ist und wem vor Dankbarkeit die Sonne aus’m *** scheint. Auch Affirmationen, mit denen du dir einreden sollst, dass du reicher, produktiver, schlanker, positiver oder was weiß ich was sein sollst, schrauben für meinen Geschmack viel zu hohe Erwartungen.

Denn wenn du dann einmal negativ, undankbar, sauer etc. wirst, fühlst du dich vielleicht noch viel schlechter als vorher. Machst dir Vorwürfe, weil du heute nicht die einstündige Meditationssitzung eingehalten hast. Du deinen Laufbandrekord wieder nicht gebrochen hast. Und dann auch noch negativ über dich denkst, obwohl du doch nur positive Vibes ausstrahlen wolltest!

Mit Persönlichkeitsentwicklung anfangen: Mini-Schritte, die wirklich etwas bewirken

Die Persönlichkeits- oder Mindsetentwicklung, die ich im Sinn habe und hier auf diesem Blog vertreten möchte, ist klein, unspektakulär und erfolgt in Mini-Schritten. Sie ist nichts Großartiges, was du auf Instagram oder sonstwo toll zur Schau stellen kannst. Aber dafür ist sie nachhaltig und bewirkt wirklich etwas.

Deshalb nehme gerne – soweit es dir möglich ist – den Druck raus. Unser Gehirn, das elementar steuert, wie du dich fühlst, ist nämlich total überfordert, wenn es von einem Tag auf den anderen alle alten Synapsen kappen und mindestens 1000 neue gleichzeitig installieren soll.

Persönlichkeitsentwicklung anfangen Gehirn

Wenn du bis heute nie etwas mit Meditation am Hut hattest, dann kannst du nicht erwarten, dass du von einem Tag auf den anderen täglich eine Stunde meditierst. Was du hingegen machen kannst: Jeden Abend vor dem Schlafengehen, wenn du im Bett liegst, kurz zu überlegen: „Wie fühle ich mich gerade?“

Und mal in dich hineinzuspüren: Wie liegst du gerade da? Sind deine Füße warm? Spürst du irgendwo Verkrampfungen? Hast du zum Beispiel Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, oder juckt dein Arm? Hast du Falten auf der Stirn, oder sind deine Kiefer angespannt? Wie geht dein Atem? Und was machen deine Gedanken?

Es geht gar nicht darum, hier irgendetwas ändern zu wollen. Im ersten Schritt geht es nur darum, dich selbst mal richtig wahrzunehmen. Denn viel zu oft geht das im Alltag einfach unter. Oft haben wir hier keinen Raum, uns selbst zu hören und wahrzunehmen, weil wir „funktionieren“.

Da ist eben keine Zeit für „untätig rumsitzen“ oder „faul vor sich hinstarren“. Abends im Bett aber, wenn niemand es sieht, da darfst du ruhig mal in dich hineinspüren – dich spüren.

Mit Persönlichkeitsentwicklung anfangen: Finde das Passende für dich

Das ist nicht viel. Nicht, wenn du dir eine Motivation dafür setzt. Diese Motivation kannst du dir etwa konkret überlegen, oder einfach ein Gefühl dazu entwickeln.

Mein Antrieb war beispielsweise, dass ich mein Leben, meine Gedanken, einfach ändern muss, weil es so nicht mehr weitergeht. Aber nach dieser Entscheidung war alles dynamisch, alles aus dem Gefühl heraus.

Ich probiere verschiedene Dinge aus und schau, was zu mir passt und wo ich am Ball bleibe. Während mir Yoga zum Beispiel schon vor diesem Blog total leicht fiel, weil ich wirklich gemerkt habe, dass es mir hilft, hat mich die Meditation lange Zeit weniger fasziniert.

Also habe ich beschlossen, dass ich sie erst einmal nicht für mich verwenden möchte, und habe mich anderen Dingen zugewendet – so lange, bis ich einen Schritt weitergehen und zum Beispiel für mich die Meditation entdecken konnte (bin schon seit längerem dabei! Demnächst wird auch dazu nochmal ein ausführlicherer Artikel erscheinen – bleib dran!).

Ein anderes tolles Wort ist „Dankbarkeit“: „Sei hier dankbar, sei da dankbar! Sei für deine Gesundheit dankbar, dafür, dass du was zu essen hast, für deinen Fußpilz, weil du Füße hast … Fühle sie, fühle sie richtig.“

Und dann hockst du da wie ein Kleinkind, das gerade die Windel vollmacht, mit hochrotem Kopf und denkst dir „Wann kommt denn endlich die Dankbarkeit?“. So oder so ähnlich ging es jedenfalls mir, als ich versucht habe, Dankbarkeit aus mir herauszuquetschen. Bis ich gemerkt habe „Okay, so funktioniert das irgendwie nicht.“

Wie ich dann weitergemacht habe? Ich lag abends im Bett und habe mir überlegt, was heute gut an meinem Tag war. Am Anfang fiel es mir schwer, etwas zu finden, weil ich mich gerade abends, wenn ich vor dem Schlafengehen nur vorm Fernseher rumhänge, schlecht, unproduktiv und zeitverschwenderisch gefühlt habe. Manchmal habe ich es auch einfach vergessen, darüber nachzudenken, und bin so eingeschlafen.

Persönlichkeitsentwicklung anfangen Bett

Aber nach und nach kamen immer mehr positive Erinnerungen des Tages, und irgendwann vergaß ich meine Abendroutine auch nicht mehr. Das Resultat ist, dass ich insgesamt eine positivere Meinung von mir selbst und dem Leben habe. Ist doch schon mal viel gewonnen, oder? Und das kannst du auch!

Fazit: Fange auf deine Weise mit Persönlichkeitsentwicklung an

Was ich sagen will, ist: Mache kleine Schritte. Mache das, was sich für dich richtig anfühlt. Und, soweit es dir möglich ist, nimm den Druck raus. Wenn etwas nicht klappt, bitte kein Stress. Dann war es eben für dich in diesem Moment nicht das Richtige. Dann ist es jetzt gerade etwas anderes.

Ja, unser Gehirn ist lernfähig dank dem Gesetz der Neuroplastizität. Aber wie alles auf der Welt braucht dein Gehirn auch Zeit, neue Dinge zu lernen. Mit Geduld und Ausdauer besiegst du jeden Sprinter.

Aber auch hier entscheide für dich: Wenn du ein Sprinter bist, dann sei ein Sprinter. Sprinte los! Und dann mache Pause. Sprinte wieder los! Dann mache wieder Pause. Wichtig ist, dass du auf deine Weise vorwärtskommst.

Setze dir eine Motivation oder fange einfach an. Und sei nachsichtig mit dir, so gut es eben geht. Mit Persönlichkeitsentwicklung anfangen bedeutet, dich zu verändern. Aber glaube mir: Es wird sich lohnen.

Herzlich, Sabrina

Anbei findest du noch ein paar weitere Denkanregungen, wie du abstrakte, hochgegriffene Vorstellungen mit kleinen Schritten nahbarer machen kannst:

„Jeden Tag meditieren und die Gedanken wie Wolken an dir vorbeiziehen lassen“: Du nimmst dir eine ruhige Minute und spürst in dich hinein, was dein Körper und was deine Gedanken gerade machen. Regelmäßig, beispielsweise jeden Abend vor dem Schlafengehen.

„Sei dankbar“: Abends vorm Schlafengehen überlegst du dir, was heute gut war am Tag. Einfach alles, was dir einfällt, vom netten Plausch beim Bäcker bis zum Erreichen deines Traumzieles. Und wenn du kannst, spüre in das positive Gefühl hinein.

„Liebe dich selbst“: Beobachte dich selbst und wie du von dir denkst. Wenn du morgens zum Beispiel in den Spiegel guckst: Was denkst du? Nimm deine Gedanken wahr, wie du mit dir selbst sprichst, aber auch, wie du mit anderen sprichst. Wie wir mit anderen umgehen, zeigt, wie sehr wir mit uns selbst im Reinen (oder Unreinen) sind.

„Nutze positive Affirmationen“: Sprich dir achtsam positive Affirmationen zu. Schau, welche sich für dich wahr anfühlen und welche du nur stumpf vor dich hinsagst. Nicht jede Affirmationen funktioniert bei dir, weil du schon Wissen in dir trägst. Wenn die Affirmation mit deinem Wissensstand übereinkommt, wirkt sie bei dir verstärkend. Wenn dein Inneres aber Widerstand aufbaut, bist du eigentlich ganz anderer Meinung und solltest diesen Stand nicht einfach mit einem Fremdkörper überlagern. Nimm wahr, wo deine „Baustellen“ sind.

„Denke positiv!“: Nimm wahr, wie du denkst. Verurteile dich nicht, wenn du negativ, pessimistisch oder selbstsabotierend bist. Nimm wahr, statt immer positiv sein zu wollen. Sich selbst zu verleugnen und zu überlagern ist keine Lösung, im Gegenteil.

„Verurteile dich nicht“: Nimm erstmal deinen Ist-Zustand an. Wenn du momentan eine schlechte Meinung von dir hast, versuche das anzunehmen und zu sagen „Okay, so sieht die Situation gerade aus“. Im nächsten Schritt kannst du versuchen, erstmal auf neue Gedanken zu kommen und dich abzulenken. Arbeite in den nächsten Schritten Stück für Stück daran, dich mehr anzunehmen und besser mit dir umzugehen.

„Vergib dir und anderen“ oder „lass los!“: Eine große Challenge! Meiner Meinung nach die Königsdisziplin eines starken Mindsets, die auch viel Vorwissen oder eine Therapie erfordert. Mache dir das bewusst und fange am besten woanders an, die Dynamik entwickelt sich dann, wenn du bereit bist. Halte dir vor Augen, dass niemand perfekt ist.

Was sagst du zu diesen Tipps? Was hat dir sehr gut am Anfang geholfen? Welche Tipps würdest du unterstützen, und was ist dir zu viel oder zu wenig? Was bedeutet für dich „mit Persönlichkeitsentwicklung anfangen“? Ich freue mich auf deine Meinung!

Du möchtest mit einer tollen Morgenroutine beginnen? Schau mal hier, wie Experte Jay Shetty sie empfiehlt!

Übrigens: Das hier ist sehr wichtig zu wissen, wenn du mit Persönlichkeitsentwicklung anfangen willst.

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