Deine innere Mitte stärken

Leidenschaft, Sinn und Zufriedenheit: Alles rund um dein Dharma

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„You can’t be anything you want. But you can be everything you are.“ Jay Shetty

Lesezeit: 4 Minuten

Ich bin davon überzeugt, dass Menschen von Natur aus nach Sinn und Zufriedenheit streben. Und ich bin davon überzeugt, dass auch du und ich das tun, denn sonst gäbe es diesen Blog nicht, und sonst hätte er dich nicht als Besucher.

Nichts ist befriedigender, als diesen Sinn und diese Zufriedenheit endlich entdecken und leben zu können. Und für diese Erfüllung, diese Begabung, gibt es tatsächlich ein Wort: Das dharma. Was es damit genau auf sich hat und wie du es erreichst, zeigt dir dieser Artikel mithilfe des Sinnfluencers und Mönches Jay Shetty.

Was ist ein dharma?

Shetty schreibt in seinem Buch „Think like a monk“ von dem sogenannten dharma, das aus dem Sanskrit übersetzt einer Art „Berufung“ gleichkommt. Dieses dharma besteht aus zwei Inhalten, die laut Shetty varna und seva umfassen: Varna bezeichnet eine Form von brennender Leidenschaft und Begabung. Seva hingegen umfasst die benötigte Hilfe oder Unterstützung, mit der du anderen Menschen etwas Gutes tun kannst.

Das heißt, deine „Berufung“ besteht aus brennender Leidenschaft und Begabung und wird zugleich von der Welt gebraucht; du wirst gebraucht.

Du bist überdurchschnittlich begabt in deinem dharma, brennst für das jeweilige Thema und profitierst von der Welt, während die Welt von dir profitiert. Es ist mehr als ein Hobby und mehr als ein durchschnittlicher 0815-Job. Du lebst dein dharma und gibst es an die Welt weiter.

Daran erkennst du es

Du erkennst es zum Beispiel daran, dass du die Zeit vergisst, wenn du die Tätigkeit ausübst. Und dass du gut darin bist, was nicht heißt, dass du von Anfang an ein totaler Überflieger sein musst. Ich bin der Meinung, dass nur sehr wenige Menschen in ihrem dharma leben, weil es gar nicht so leicht ist, es zu finden.

Manchen Menschen wird es in die Wiege gelegt, sie werden damit praktisch groß. Andere stoßen wider Erwarten darauf. Und manche finden es nie, so sehr sie auch danach suchen. Andere wiederum machen sich gar nicht die Mühe.

Das Ausleben deines dharmas kann sich in beruhigender, genießerischer Befriedigung äußern, oder auch in brennender Leidenschaft, einem inneren Feuer und Flowzustand. Du vergisst die Zeit dabei und fühlst dich einfach wohl. Egal, wo du bist, sagt Shetty.

Mit deinem dharma kannst du dich immer wieder in diesen Zustand führen, es bringt dir Stabilität und Frieden, erfüllt dich mit positiver Energie und lässt dich wachsen. Dein dharma zu finden ist also ideal, um auch in deine innere Mitte zu finden.

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Ein dharma bedeutet allerdings nicht, dass du jeden Tag überschwänglich in die Luft springen musst oder ständig darin verweilen wollen musst. Nimm diesen Druck raus.

Andersherum bedeutet dharma auch nicht, dass du es nur für die anderen tust oder ständig Bestätigung von den anderen brauchst. Dharma bedeutet, es um deiner selbst willen zu tun, aber trotzdem die Welt damit zu bereichern.

Es bedeutet nicht, dass du ein gigantisches Business damit aufbauen musst, am besten schon mit 18. Du kannst es auch erst mit 60 oder 70 finden. Und auch nur eine Ausprägung davon.

Aufgepasst: Ein dharma ist mehr als ein Hobby

Ein dharma ist kein Zuckerschlecken. Nur weil es deine „Berufung“ ist und du vielleicht überdurchschnittlich darin begabt bist, heißt es nicht, dass du nicht dafür kämpfen musst.

Auch wenn es deine einzig wahre Leidenschaft ist, fällt sie dir nicht einfach zu. Du musst etwas für sie tun. Das heißt auch, deine Komfortzone zu verlassen.

Ich glaube, es ist auch sehr gut möglich, ohne sein dharma ein erfüllendes Leben zu führen. Diese Suche nach Berufung baut einen enormen Druck auf, der dir vorgaukelt, du könntest ohne deine „Berufung“ kein glückliches Leben führen.

Was ist aber, wenn wir statt des großen Druckes die kleinen Dinge wieder mehr in den Vordergrund rücken? Vielleicht bist du eine begabte Hobby-Bäckerin und gehst voll und ganz in deinen Torten auf? Vielleicht liebst du es, im Garten zu arbeiten, oder du schreibst so gerne wie ich?

Wie gesagt, fliegt das dharma manchen Menschen förmlich zu, während andere jahrelang danach suchen oder es sogar nie finden. Deine Leidenschaft birgt ein bisschen die „Gefahr“, dass du „nur“ das tust, was dir Spaß macht und dir bequem erscheint, was aber nicht nachhaltig die Welt bereichert.

Das ist ja auch sehr schön, aber dann ist es eben ein Hobby und nicht dein dharma. Wenn du dich auf die Suche nach deinem dharma machen möchtest, habe ich hier noch ein paar Tipps für dich.

Wie findest du dein dharma?

Dharma bedeutet: Leidenschaft. Deshalb lohnt sich als erstes ein Blick auf deine echten Leidenschaften. Hier kann ein Blick zurück in die Kindheit helfen. Was hat dir als Kind so richtig Spaß gemacht? Worin bist du aufgegangen? Was hat dich angetrieben?

Aber auch heute ist ein ehrlicher, selbstreflektierender Blick sehr wichtig. Wo gehst du heute so richtig auf? Ist vielleicht etwas in dein Leben gestoßen, was dich so richtig positiv erfüllt hat, du aber vielleicht nicht annehmen wolltest oder konntest?

Sei wirklich ehrlich zu dir und identifiziere deine Leidenschaften so genau wie möglich. Es können auch mehrere sein. Manchmal bündeln sie sich in einem zentralen Kernthema.

Außerdem kannst du andere in deinem Umfeld fragen. Was meinen sie, wo du außergewöhnlich gute Performances leistest? Wo du voll und ganz in deinem Element zu sein scheinst?

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Hier kann ein Blick von außen sehr wertvoll sein. Ob Freunde, Familie oder Außenstehende: Keine Scheu. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Antworten dich überraschen werden. Frage so viele, wie es dir angemessen erscheint, und notiere dir ihre Antworten. Vielleicht erkennst du da ja schon ein Muster?

Aber an einem wirst du auf keinen Fall vorbeikommen: Dem Ausprobieren. Du kannst so viel überlegen und fragen, wie du möchtest – wenn du nicht ausprobierst, wirst du dein dharma nicht finden.

Dabei musst du nicht gleich deinen Job kündigen und eine GmbH gründen. Erschaffe dir erst einmal etwas im kleinen Rahmen und schaue, wie das für dich funktioniert. Hier kann dir ein Activity Journal helfen.

Schreibe dir auf, was an welcher Aktivität gut war und was dir nicht gefallen hat. Sei dabei so spezifisch wie irgend möglich. So kannst du dich Schritt für Schritt vorwärtstasten, anpassen und Verbesserungen vornehmen. Bis du irgendwann vielleicht die einzig wahre Tätigkeit findest, die dich erfüllt.


Okay, jetzt erst einmal durchatmen. So ein dharma-Wunsch kann nämlich ordentlich Druck ausüben. Und das ist ja ganz und gar nicht das, was ich mit dir hier erreichen möchte. Im Gegenteil: Es soll eine Ermunterung sein, näher zu dir selbst zu finden!

Denn ganz egal, ob du letztlich dein dharma findest oder nicht, kann dir die Suche danach dabei helfen, dich selbst besser kennenzulernen. Zu Sinn, Leidenschaft und Zufriedenheit zu finden. Einfach deiner inneren Mitte näherzukommen. Balance, Erfüllung, Gesundheit und Frieden. Das ist es doch eigentlich, worum es hier wirklich geht. Ich wünsche dir ganz viel positive Inspiration und Frieden auf deinem weiteren Weg!

Herzlich, Sabrina

Wie gefällt dir dieser Artikel? Würdest du von dir sagen, dass du dein dharma schon gefunden hast? Oder möchtest du dich auf die Suche begeben? Hältst du lieber ganz Abstand davon, weil „die einzig wahre Berufung zu finden“ doch ganz schön Druck aufbaut? Ich freue mich auf deine Gedanken!

Dir gefällt der Artikel und du hast Lust auf mehr Wissen von Jay Shetty? Hier habe ich seine Tipps zu einer gesunden Morgenroutine zusammengefasst!

Oder möchtest du wissen, wie ich dazu gekommen bin, diesen Blog zu starten?

Hier geht’s übrigens zu einem Artikel, der dir hilft, etwas Besonderes zu werden!

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