Runterfahren

Blasenentzündung psychosomatisch: So hängen Körper und Geist zusammen

Blasenentzündung psychosomatisch

Lesezeit: 3 Minuten

Wie schön, dass du da bist! Heute möchte ich mit dir über ein etwas intimeres Thema sprechen. Das aber, wie ich finde, umso wichtiger ist! Auf jeden Fall hätte ich mir damals gewünscht, so einen Blogartikel im Internet zu finden. Worum es geht? Um Blasenentzündungen. Klingt erstmal ungewöhnlich für diesen Blog, aber ich lade dich dazu ein, das selbst zu überprüfen.

Und zwar möchte ich dir eine Geschichte erzählen. Meine Geschichte. Keine Sorge, am Ende springt für dich bestimmt etwas dabei raus. Vor allem, wenn du körperliche Leiden hast, die du dir nicht so richtig auf körperlicher Ebene erklären kannst. Aber jetzt zur Geschichte.

Das Leiden Blasenentzündung

Meine Eltern haben sich getrennt, als ich 8 war. Mit 10 kam dann die Scheidung. Ich will darüber nicht urteilen. Ich habe wirklich sehr von der Scheidung meiner Eltern profitiert und bin mit beiden im Guten. Allerdings hat mir diese Erfahrung Schwierigkeiten bereitet, als ich meinen ersten richtigen Freund hatte, in den ich bis heute von Scheitelkrone bis Zehenspitze total verknallt bin.

Und klar, das führte natürlich zu jeder Menge Intimität und … Sex. Wir waren verrückt nacheinander und konnten kaum die Hände voneinander lassen. Ziemlich doof war nur, dass ich bald jedes Mal, nachdem wir intim geworden waren, eine Blasenentzündung bekam. Und zwar nicht nur eine kleine, sondern eine sehr große, sehr unangenehme.

Ich hatte zuvor noch nie Probleme mit Blasenentzündungen. Also schleppte ich mich jedes Mal zum Arzt und bekam Antibiotika verschrieben. Gut, die halfen. Aber bald artete das so aus, dass ich im Schnitt einmal im Monat mit einer Blasenentzündung beim Arzt Däumchen drehte und er mir Antibiotika verschrieb.

Blasenentzündung psychosomatisch

Auf der Suche nach körperlichen Ursachen

Das war natürlich alles andere als schön für uns beide, meinen Freund und mich. Und so unterzogen wir uns allerlei ausführlichen ärztlichen Untersuchungen, um die Ursache zu finden. Leider – oder eher zum Glück, wie ich heute weiß – erfolgslos. Und deshalb mussten wir irgendwann die schönste Sache der Welt immer mehr eindämmen.

Wir beschlossen also beide schweren Herzens, uns so gut wie möglich zurückzuhalten. Gar nicht so einfach, das kannst du mir glauben, wenn man Sexualität gerade entdeckt und Hals über Kopf verknallt ist. Aber auch ich wollte es nicht ganz aufgeben, und suchte fieberhaft nach Möglichkeiten der Vorbeugung.

Ich probierte es dann irgendwann mit alternativen Medikamenten, aber die halfen nicht wirklich. Einmal verschleppte ich die Blasenentzündung sogar und fing mir eine ziemlich ungesunde Nierenentzündung ein. Irgendwann versuchte ich es dann in meiner Verzweiflung mit Globuli. Ich konnte mich doch nicht die ganze Zeit mit Antibiotika zupumpen!

Aber während die üblichen homöopathischen Mittel bei Blasenentzündungen, wie zum Beispiel Cantharis, das Ganze nur verstärkten, erlebte ich eine sehr gute Verbesserung bei Arnica-Kügelchen. Allerdings war das erst gegen Ende meiner Blasenentzündungs-Erfahrung der Fall, und ich schreibe das hier jetzt auch nicht als versteckten Werbetext für Globuli.

Langzeit-Antibiotika-Therapie bei wiederkehrender Blasenentzündung?

Die Globuli-Aktion war eine Antwort auf die Therapie-Idee meines Arztes: Er hatte mir eine Langzeit-Antibiotika-Therapie angeboten, die ich aber – zum Glück! – ausgeschlagen habe. Das, muss ich sagen, zeigt mir auch, dass mein damaliger Arzt kein guter Arzt war. Denn während mein Körper zum Obduktionsobjekt wurde, blieb mein seelisches Wohlbefinden komplett außen vor. Aber genau das war es, was dieses körperliche Leiden auslöste.

Und zwar kristallisierte sich irgendwann heraus, dass ich eine Blasenentzündung bekam, wenn mein Freund mich nach dem Sex „verließ“. Er in der Regel ein paar Stunden danach nach Hause fuhr. Hingegen blieb ich von den obligatorischen Blasenentzündungen verschont, als wir eine Woche gemeinsam im Urlaub waren und er die ganze Zeit bei mir blieb. Oder als wir dann, eher ungeplant, zusammenzogen.

Die Blasenentzündungen waren wie weggeblasen, wenn er nach dem Sex bei mir blieb. Zuerst spürte ich noch das anfängliche, unangenehme Drücken und Stechen, aber auch das blieb irgendwann ganz aus. Die heftigen Blasenentzündungen, die mich so lange gequält hatten, waren verschwunden. Und zwar nur, weil ich nicht mehr das Gefühl in mir trug, verlassen, zurückgelassen, worden zu sein.

Psychosomatische Blasenentzündung: Körper und Geist gehören zusammen

Ich gehe davon aus, dass die heftige körperliche Reaktion auf das „Verlassen werden“ mit der Trennung meiner Eltern zusammenhängt. Auch damals ist mein Vater für mich gefühlt von einem Tag auf den anderen verschwunden. Und vermutlich übertrug ich diese negative Erfahrung damals auf meinen Freund, aber psychologisch nachprüfen lassen habe ich das nicht. Warum auch, schließlich hat sich das Problem dann komplett von allein gelöst.

Was ich dir mit diesem Text sagen will, ist: Körper UND Geist gehören zusammen. Sie sind untrennbar miteinander verbunden. Und wenn es deiner Psyche nicht gut geht, überträgt sich das auch auf deinen Körper. Das kann, wie in diesem Beispiel, eine Blasenentzündung sein. Das können aber auch Rückenschmerzen, Rheuma oder ständige Erkältungen sein.

Blasenentzündung psychosomatisch

Ich kann dir nicht befehlen, achtsam zu sein. Ich kann dir nicht befehlen, auf deinen Körper zu achten. Ich kann dir nicht sagen, was du tun sollst. Und ja, in vielen Fällen ist es einfacher, die körperlichen Beschwerden mit Medikamenten zu betäuben. Aber die Ursache wird dadurch nicht bekämpft. Nur die Symptome. Die Sprache, mit der dein Körper und dein Geist zu dir sprechen.

Ich weiß, diese Sprache ist für uns, die den bewussten Kontakt zu ihrem Körper oftmals stark eingebüßt haben, alles andere als klar verständlich. Es kann Jahre dauern, die Ursache für deine Leiden herauszufinden. Aber dieser Text soll dir zeigen, dass Körper und Psyche zusammenhängen. Und dass es möglich ist, deine Leiden in Luft aufzulösen.

Meistens ist die Lösung ganz einfach. Und wenn du bereit dafür bist, wirst du bestimmt, so wie ich, eines Tages einfach in die Lösung hineinstolpern. Bis dahin wünsche ich dir viel Durchhaltevermögen, nicht allzu viele betäubende Medikamente, jede Menge Achtsamkeit und ganz viel Erfolg!

Herzlich, Sabrina

Was nimmst du aus dieser kurzen Geschichte mit? Welche Erfahrungen hast du mit Blasenentzündungen oder Psychosomatik allgemein gemacht? Was möchtest du hier teilen? Kommentiere es gerne oder schreib mir einfach eine Mail!

Du interessierst dich für die Wechselwirkung zwischen Körper und Geist? Dann könnte dieser Text etwas für dich sein!

Oder interessierst du dich eher für Beziehungsthemen?

Oder brennst du vor allem für die Gesundheitsthemen?

Dir gefällt der Artikel? Dann freue ich mich sehr, wenn du mich unterstützt und ihn an jemanden schickst, dem er auch helfen könnte.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.